WAS IST TANZWÄRTS?

„Der Schritt verrät, ob einer schon auf seiner Bahn schreitet.
Wer aber seinem Ziele nahe kommt, der tanzt.“
Friedrich Nietzsche

Jeder ist ein Tänzer.

Der Laientanz (hier: Community Dance) breitete sich in der jüngsten Vergangenheit durch die erfolgreichen Arbeiten des englischen Choreographen Royston Maldoom in Deutschland aus. Der Dokumentarfilm „Rhythm Is It“ über sein Tanzprojekt mit 250 Kindern und den Berliner Philharmonikern zu Igor Strawinskys „Le Sacre du printemps“ brachten ihm und seiner Idee internationale Berühmtheit und Anerkennung ein.

Bei Projekten des Community Dance werden alle Grenzen überschritten: Alter, Nationalität, körperliche Einschränkungen und Bildungshintergrund spielen keine Rolle. Im Vordergrund steht die Gemeinschaft, die den Premierentermin als Ziel deutlich vor Augen hat.

Generationenübergreifend. Integrativ. Interkulturell.

Der Ausgangspunkt von tanzwärts ist: Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer – pardon: alle Tänzerinnen und Tänzer – fangen bei null an. Teilnehmen können alle Menschen, die Lust haben, sich tänzerisch zu bewegen. Vorkenntnisse werden keine erwartet. Jeder Mensch ist ein Tänzer. Erwartet werden allerdings Hingabe, Zeit und Disziplin. Royston Maldoom bezeichnet Disziplin lieber als focus (Konzentration). Damit meint er Selbstdisziplin, die freiwillig und eigenverantwortlich geschieht.

Schnell entsteht ein Gemeinschaftsgefühl in der Gruppe. Tanz hält zusammen und gibt Menschen das Gefühl, Teil der Gruppe zu sein. Er bringt sie dazu, sich gegenseitig zu unterstützen und mehr Empathie füreinander zu entwickeln. Es ist unglaublich, welche Mechanismen eine Gruppe entwickeln kann, um die Handicaps der vermeintlich schwächsten Glieder zu kompensieren – unvergessliche Momente für alle.

Die Erarbeitung einer Choreographie, der künstlerische Umgang mit Bewegung, die persönliche Erfahrung der Teilnehmenden mit den professionellen Choreographen und Tänzern stehen im Mittelpunkt. Unter Leitung von professionellen Tänzern und Choreographen, setzen sich die Teilnehmenden aktiv mit den unterschiedlichen Facetten des Tanzes auseinander und bekommen ein Gefühl für die Qualität der Ausdrucksmöglichkeiten ihres eigenen Körpers.

Leidenschaft für Musik und Tanz, das Erleben von Vertrauen und Zuverlässigkeit in einem sensibel geführten Ensemble, die Unerlässlichkeit von Disziplin im Schaffensprozess, das versessene Arbeiten bis zur Premiere, der tosende Applaus am Ende der Vorstellung – die Summe dieser Erfahrungen kann für manchen eine Initialzündung für das weitere Leben bedeuten!

Mehr über tanzwärts gibt es hier zu sehen und zu hören

Kommentare sind geschlossen.